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no. 16: driften -> geisterbeschwörung
 

Schlange im Paradies

Geisterbeschwörung zwischen Sümpfen und Orangenbäumen Floridas

von Andreas Hartmann

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* druckbares

Achtung, kreuzende Geister: Das Örtchen Cassadaga in Zentralflorida ist kein Dorf wie jedes andere. Die wahrscheinlich einzige Siedlung der frommen Vereinigten Staaten ohne christliche Kirche wird nämlich von Spiritisten beherrscht. Rund 40 Medien, Geistheiler, Jenseitsseher und Kartenleger hausen in Hitchcock-würdiger Kulisse mit rund 1800 Normalos in trauter Eintracht. Noch, denn nun hat ein radikaler protestantischer Geistlicher sich zum Ziel gesetzt, Cassadaga zu bekehren. Mit dem Geist, der mit Feuer tauft und echten Kreuzen, die seine Anhänger durch den Ort schleppen. Damit hier bald keine Geister mehr kreuzen.

 

"Es ist wie im Paradies", sagt Roger Kircher, als er mir früh am Sonntagmorgen seinen Orangengarten an der Straße von Lake Helen nach Cassadaga zeigt. Der selbe Baum blüht, trägt kleine grüne und leuchtende reife Früchte. Ein Kolibri, smaragd und azur, flirrt vorbei. Winzig kleine braune Kätzchen spielen mit den Blättern des Baumes, John bietet mir eine Orange an. "Wir sind froh, daß wir unseren Obstgarten haben", sagt der Mittfünfziger. "Damit können wir Moms Arztrechnung bezahlen. It's a beautiful place! Wenn Du Orangen kaufen willst, komm heute Nachmittag vorbei, aber nicht vor zwei Uhr, vorher sind wir in der Kirche." Zwanzig Meilen fahren sie quer durch ganz Volusia County bis zu der Gemeinde, in der sie sich wohl fühlen. Dabei hätten die Kirchers eigentlich eine Einladung in den nur 500 Meter weit entfernten Tempel von Cassadaga. Reverend Arleen Sekora, Geisterseherin, Priesterin, Medium, feiert dort zur gleichen Zeit eine Messe. "Sie ist eine reizende Frau, die oft hier Orangen kauft", meint Mom, "und es ist bestimmt sehr interessant, was die da machen." Arleen hat einen bunten Prospekt dagelassen, sieht interessant aus, ja, aber die Kirchers fahren dann doch lieber in ihre Missionskirche.

"Mein Gott, Sie haben ja eine wundervolle Aura. Haben Sie schon mal daran gedacht, sie fotografieren zu lassen?", sagt die ältere Dame in dem Zubehörladen für Geistergläubige im Foyer des Cassadaga Hotel zu mir, als ich einchecken will. Kristalle, Tarotkarten, Engelsbilder und Heilöle, esoterische Literatur und Schmuck haben die Tagestouristin aus dem rund 90 Meilen südlich liegenden Orlando -- gleich bei Disneyworld -- nicht von meiner kraftvollen Ausstrahlung abgelenkt. Verzückt hört sie, daß ich das Wochenende in der ältesten Spiritistensiedlung des amerikanischen Südosten verbringen werde. "This is paradise! Enjoy your stay, genieß Deinen Aufenthalt hier", wünscht sie mir. 66 Dollar und 66 Cents, "tax included", kostet die Übernachtung, 666, die apokalyptische Zahl des teuflischen Tieres? 6666, die Zahl der himmlischen thebaischen Legionen? In den muffigen Hotelräumen riecht es süßlich, Toilettenreiniger oder Räucherstäbchen.

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Abb. 1

Draußen ist die Luft weich und tropisch und duftet nach Blumen und frisch gemähtem Gras. Ein handgroßer gelber Schmetterling taumelt durch den Sonnenschein. In vielen Kulturen sind die bunten Insekten Symbol für die menschliche Seele. Ich folge dem Seelchen die Straße hinab zum nahen Spiritistentempel. Im Garten neben dem Hotel warnt ein Schild vor querenden Geistern, und an fast allen Veranden ringsum werben Seher und Medien damit, eben diese sichtbar zu machen. Die kleinen Hexenhäuschen rechts und links der Straße, viele pittoresk gebaut und gealtert, dienen ihnen als Herberge im Diesseits. Viele der niedrigen Katen stammen aus der Gründerzeit des Ortes und sind für amerikanische Verhältnisse zwar winzig, dafür aber stolze hundert Jahre alt. Morbider Charme, spätestens hier weiß ich, was damit gemeint ist; hier könnten Hitchcock-Filme spielen. Auf den mächtigen Baumriesen Cassadagas wachsen lang herabhängende Flechten, graue Bärte oder zerrissene, vergilbte Brautschleier. Viele Äste überwölben sogar die Straßen, und ich laufe des öfteren durch einen grünen Tunnel im Dämmerlicht.

Ein schillernder, mit Kristallen und Halbedelsteinen besetzter Kelch steht am Eingang des eher unspektakulären (Gottes?-)Hauses, des Tempels der Colby Memorial Hall. Der Heilige Gral entpuppt sich bei näherem Hinsehen als überdimensionierter Aschenbecher. Wie sinnig: Schon die alten Indianer benutzten den Tabak zur Bewußtseinserweiterung. Einer von ihnen, verstorben, doch aktiv, führte 1875 das Bleichgesicht George Colby mitten durch die Sümpfe hierher an einen Ort voller Kraft. Die tote Rothaut hörte übrigens auf den Namen 'Seneca', ein weiterer dienstbarer Geist nannte sich dazu passend 'der Philosoph'. Nein, selbst ich Skeptiker glaube hier nicht an Zufälle.

Himmel hilf! Vor einem der nahen Hexenhäuschen sonnt sich eine kohlpechrabenschwarze Katze, die, kaum hat sie mich erspäht, angeschlichen kommt. Vielleicht fasziniert von meiner Aura, streicht sie mir um die Beine, miaut laut, schaut mit geheimnisvollen grünen Augen zu mir auf und verschwindet, als ich ihr kein Geld gebe. 1895 stiftete Colby das von ihm erworbene Land "zu spirituellen Zwecken" und errichtete Wohnhäuser und ein Hotel für die ersten Medien und Geisterseher sowie ihre Kunden. Bis 1933 lebte George Colby, selbst ein bedeutender Seher und Prophet, unter ihnen, bis er in "die andere Welt" überwechselte. 14 Jahre später ließ ihm der 'Federal Cassadaga Womens Club' eine bronzene Gedenktafel neben dem Tempel errichten, sie zeigt einen sympathisch aussehenden ältlichen Glatzkopf, dessen Platte in der Sonne glänzt. Im Tempel wird jeden Sonntagmorgen um 10.30 Uhr Service gehalten, so auch heute. Ob man das wirklich mit 'Gottesdienst' übersetzen kann?

Der große, quadratische Versammlungssaal erinnert mich an meine alte Schulaula, nur hing dort keine amerikanische Flagge auf der Bühne. Die Fahne ist neben einigen Trockengestecken und Topfpflanzen das einzige Dekorative in dem sonst nüchternen Raum -- George Colby wie alle anderen Medien stammten eben aus dem puritanisch-nüchternen Norden der Vereinigten Staaten. Auch das Publikum, das nach und nach eintrifft, besteht ausschließlich aus 'Anglos', wie die Weißen europäischer Herkunft hier umgangssprachlich heißen. Noch hat die Zeremonie nicht begonnen. Die beiden Musiker, Bassist und Klavierspieler, ein älterer Graumelierter mit Pferdeschwanz und ein bleicher, bebrillter, blonder Teen, improvisieren Bachs Wohltemperiertes Klavier, merkwürdig vertraut und fremd klingt es hier in einem Spiritistentempel mitten in Florida. "Sing loud and clearly", sagt die faltige alte Lady am Eingang, strahlt mich an und drückt mir ein Gesangbuch in die Hand. Allmählich füllt sich der Saal, die drei Reverends, Arleen Sekora, Stephen Adkins und Suzanne DeWise, marschieren ein.

Nach amerikanischem Recht dürfen Gottesleute, egal welcher Couleur, Ehen schließen, taufen und beerdigen -- die Spiritisten von Cassadaga sind als Religionsgemeinschaft anerkannt und eingetragen. Bei ihren registrierten Sehern, etwa Reverend Stephen G. Adkins, können sich Paare das Jawort geben. Einen Standesbeamten braucht man in Amerika nicht. In seiner Predigt beklagt Reverend Adkins den Streit mit einigen christlichen Fanatikern, der seit drei Jahren am Ort schwelt. "Sie tragen Kreuze durch den Ort, um uns zu provozieren, aber gut, wir lassen das zu, wir sind tolerant." Dann kommt der Geist über den Reverend, ein Geist, der eine Botschaft hat. An den Herrn im schwarz-weißen Hemd in der dritten Reihe. Ich werde rot. "Well, Andy, ich höre die Stimme eines sechs Fuß großen athletischen Mannes. Er hat viel mit Holz und Steinen gearbeitet in seinem Leben und ist ungefähr achtzig Jahre alt geworden." Opa? Jedenfalls soll ich wissen, daß nächstes Jahr alles besser wird. Reisejournalist? So ein Quatsch! Ab April steht mir eine große Karriere ins Haus -- näheres sei hier nicht verraten. Währenddessen hat sich ein anderer Geist vorgedrängt, die Dame im violetten Top ganz links soll wissen, daß sie "sich keine Sorgen um das Kind" machen solle. Sie nickt wissend. Die Deckenventilatoren drehen sich, Reigen seliger Geister, kalter Hauch des Todes? Mich fröstelt in dem klimagekühlten Raum.

"An alle, die Heilung suchen! Gehen Sie nach hinten!", befiehlt Suzanne DeWise, die die Zeremonie leitet. Rund die Hälfte der Anwesenden, etwa 40 Gläubige, will geheilt werden. Zum Beispiel der blonde, langhaarige Rocker mit dem Ziegenbart, ganz in Olivgrün, der die Sonnenbrille um den Hals hängen hat. Oder das Girlie mit dem Nasenring und den Rastalocken, die sie zu zwei Pferdeschwänzen gebunden hat, vermutlich seine Freundin. Der klapperdürre uralte Mann mit den schwarzen Altersflecken im Gesicht. Die monströs fette Vierzigerin im elektrischen Rollstuhl. Die Heiler und Heilerinnen nehmen all diese Menschen in den Arm, versuchen ihre Aura zu ertasten, lassen schließlich die Hände auf dem Kopf des zu Behandelnden ruhen. Wer fertig ist, geht still zurück an seinen Platz. "Wenn Sie sonst einmal Hilfe brauchen, es gibt auch noch unsere Healing Hotline für alle Notfälle. Da hat immer ein Medium Telefondienst, Tag und Nacht", gibt uns Suzanne mit auf den Weg. Ich trotte zurück ins Hotel, in einer halben Stunde werden im gegenüberliegenden Bookstore and Information Center mehrere Geisterseher Botschaften an die Anwesenden weitergeben.

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Abb. 2

Der Buchladen gegenüber des Hotels dürfte der beste Ort sein, um Kontakt zu den etwa 35 Medien Cassadagas zu knüpfen. Im unspektakulär häßlichen Nebenzimmer trinken wir Kaffee oder Orangensaft und essen klebrigen amerikanischen Schokoladenkuchen mit Erdnüssen. George Colbys originale Couch steht hier, erhöht auf einem Podest, kostbares Ausstellungsstück. Medien beiderlei Geschlechts, darunter auch Suzanne und Stephen, die ich schon aus dem Gottesdienst kenne, hören auf Nachrichten aus der anderen Welt und geben die geisterreichen Botschaften an die Anwesenden weiter. Lisa und Russ, die neben mir sitzen, gehören zu den Erwählten. Das Ehepaar aus Südflorida hat Töchter und Hunde bei der Mutter gelassen und verbringt zwei Wochen an diesem Kraftort. "Wir haben lauter evangelikale Nachbarn in unserem Dorf", erzählt mir Lisa, "die haben überhaupt kein Verständnis für uns. Ganz schön schwer, dort Freunde zu finden" -- obwohl sie seit 15 Jahren dort lebt. Medium Suzanne trifft bei Lisa gleich ins Schwarze: "Du bist aufgeschlossen und Dir ist es wichtig, wie du auf andere wirkst! Wie du dich anziehst!" Lisa nickt. "Da ist eine Frau um dich, die dich sehr liebt. Die dich mit erzogen hat. Sie zeigt sich mir als starke Frau, und sie will, dass du weitergehst!" Russ umarmt Lisa.

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Abb. 3

Nachdem alle Medien gesprochen haben und das obligatorische Spendenkörbchen herumgegangen ist, frage ich an der Kasse des Buchladens nach jemandem, der mir das hier alles erklären kann. Die Kassiererin empfiehlt mir Don Zanghi. Der 52-Jährige ist President of the Board of Trustees der Geisterseher von Cassadaga. Um ihn anzurufen, darf ich das spirituelle Telefon benutzen, das im Laden angebracht ist. Der Apparat mit den seniorenfreundlichen Riesentasten steht auf einem kleinen pseudobarocken Tischchen, auf dem zahllose Visitenkarten empfehlenswerter Medien ausliegen. Drei Mal klingelt Don Zanghis Telefon. "Hold on for a minute, I'm coming over, kleinen Moment, ich komm' rüber." Cassadaga ist klein. Ich habe Glück, ihn anzutreffen, meint Don. Grade eben ist er aus dem nahen Disneyworld zurückgekehrt. Die Veranstalter eines mehrtägigen Schwulen- und Lesbentreffens in der Traumstadt hatten ihn und drei weitere Medien eingeladen. Vom Ergebnis ist er enttäuscht: "Die suchten eine ganz andere Art von Spaß -- aber, well, it's o.k." Geisterseher sind tolerant. Im Gegensatz zu den evangelikalen Christen. Don berichtet von dem radikalen Pastor Ferro aus dem Nachbarort Lake Helen, der den Geistersehern seit drei Jahren das Leben schwer macht. Nicht nur, daß er Kreuzträger durch den Ort schickt, nein, Freilandgottesdienste hat er sich im nahen Naturschutzgebiet genehmigen lassen und beschallt Cassadaga nun gelegentlich mit frommen Sprüchen und noch frommeren Gospeln. So laut ist das, daß der eiserne Ferro damit sogar die Sonntagmorgenzeremonie stören kann.

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Abb. 4

In der Hölle, neun Uhr Sonntagabend: Ich denke an die seltsamen Begegnungen dieses Tages zurück. Kein Wölkchen am Himmel, Grillen zirpen, die Ventilatoren auf der langgezogenen Veranda des Cassadaga Hotel kühlen die duftende Tropenluft, ein purpurfarbener Vogel fliegt vorbei. Ein furchtbarer Platz, der erlöst werden muß, glaubt Pastor John F. Ferro und betet genau dafür, während ich hier auf der Terrasse des Spiritistenhotels sitze. "Wir arrangieren für Sie Tarot und Handlesen" ist auf die Markise gedruckt. Noch würden Pastor Ferro keine zehn Bisons hier im Herzen der Finsternis halten. Mit einer kleinen Schar Aufrechter hat sich das Oberhaupt der kleinen Freikirche zum Ziel gesetzt, die armen verirrten Seelen der Spiritisten wieder auf den rechten Weg zu führen.

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Abb. 5

"Wenn Gott mit uns ist, wer kann dann gegen uns sein?" klebt auf der Stoßstange seines feuerwehrroten Autos. Daß wir uns treffen, ist ein Wunder -- findet er. Die dicke Frau, Rebecca, die ich nach Pastor Ferro frage, ist grade auf dem Weg zu einem seiner Abendgottesdienste. Aus Miami sei ich extra gekommen? Miami, das sei doch die Stadt, wo sie sich "im eigenen Land nicht mehr zu Hause" fühlt, "mit all den Immigranten". Nachdem sie abgeklärt hat, daß auch ich ganz bestimmt an Jesus und nicht den Teufel glaube, nimmt sie mich mit in die provisorische Kirche zu dem braungebrannten, athletischen Priester, John F. Ferro. Sein Gotteshaus ist ein umgebauter Laden, noch. "Kompromißlose Liebe zu Jesus, das ist es, was die Welt braucht", erklärt er mir. Die gibt es hier zu kaufen. Seine fünf Schäfchen haben sich in sich selbst versenkt, beten inbrünstig, daß Gott ein Einsehen hat und die Gerichte ebenso. Denn der streitlustige Ferro, der erst vor drei Jahren hierhergezogen ist, um den Kampf mit den Spiritisten aufzunehmen, liegt zurzeit im Clinch nicht nur mit dem Bösen, sondern auch dem Landkreis. Der Grund: Pastor Ferro will eine Kirche errichten, mitten im Zentrum des Bösen, an der Hauptstraße von Cassadaga. Die Spiritisten wehren sich dagegen, und nun klagt Ferro gegen sie auf sein verfassungsmäßiges Recht der Religionsfreiheit. Die Medien, Geisterseher, Reinkarnationsspezialisten, Kartenleger und Geomanten, die Heiler und Propheten hoffen, Ferros Gelüste mit Hilfe des Denkmalschutzes abzuschmettern. Seit 1982 ist der Ort eingetragene historische Stätte.

In dem kleinen Kramladen von Lake Helen halte ich an, um zu frühstücken. Rosa verkauft hier Schweinesteaks, Kaffee, Waschmittel, Schokokekse und Zigaretten. Halbtags, die übrige Zeit arbeitet sie in der Purple Rose in Cassadaga, wo sie wohnt. Die feurige junge Frau, die das R so wunderbar rollen kann, findet Cassadaga "den besten Platz auf der Welt". Wenn sie lacht, sehe ich ihre wunderschönen amerikanischen Zähne, Erbe entweder ihrer spanischen, französischen oder indianischen Vorfahren. Sie lacht oft. Selbst als ich sie nach dem fanatischen Pastor Ferro und seinem Hexenkreuzzug frage. Ach, wenn's nach dem ginge, würde ganz Cassadaga schon längst in der Hölle schmoren. Die stellen sich doch dort mitten auf die Straße und sagen, daß ganz Cassadaga zum Teufel gehen wird. "Aber weißt du", scherzt sie, "dann würde ich auch zur Hölle fahren wollen -- denn die Hölle ist immer, was man aus ihr macht!"

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