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Unter dem Nenner Visuelle Kultur geht es im Kern um die Befragung kultureller Phänomene jedweder Art nach deren visueller Repräsentation; nach dadurch provozierten Reflexen und Gewohnheiten der Wahrnehmung; nach ihrer visuell bedingten Rezeption. Dieses Vorhaben setzt erfolgreiche Begriffe von Visualität und Bild voraus. Selten genügt der erste Blick, um zu verstehen, mit welchen Bildern man es zu tun hat. Zudem: Wer macht was mit den Bildern? Zu welchem Ende? Welche visuellen Eigendynamiken entstehen? Visuelle Kultur bezeichnet nicht in erster Linie eine einzelne akademische Disziplin, in der solche Fragen gestellt werden können, sondern ein interdisziplinäres Forschungsfeld, das wissenschaftliche Ansätze ebenso umfaßt wie künstlerische und politische. Es handelt sich um ein deskriptives und zugleich normatives Projekt: Denn sich mit Fragen visueller Kultur auseinanderzusetzen heißt, die Dimensionen der Wahrnehmungspotentiale zu erweitern und Kultur über eigene Interessen und eigene Wege neu zu gestalten. » ausführliches Inhaltsverzeichnis
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