"Deutschland startet durch", jubelten im Mai 2011 die Zeitungen. Erwerbsarbeit hat Konjunktur, aller Krisenstimmung in der EU zum Trotz. Inmitten der fortschreitenden Technologisierung, Ökonomisierung und Individualisierung sowie der aus der Digitalisierung erwachsenden Umorganisation von Produktions- und Arbeitstechniken ist diese Entwicklung allerdings vorsichtig gesprochen als ambivalent zu bezeichnen. Warum ist, wie der Bestsellerautor Alain de Botton bemerkt, das Thema 'Arbeit' in den Bestsellerstapeln unserer Buchhandlungen völlig unterrepräsentiert, obschon wir der Arbeit doch den größten und besten Teil des Tages widmen? Stimmt es, wie Hannah Arendt noch in den 1950er Jahren prophezeite, dass uns die Arbeit ausgeht? Oder ist nicht vielmehr die Arbeit, ähnlich der Ökonomie, bereits in alle Bereiche des Sozialgefüges eingedrungen und damit -- auch vor dem Hintergrund der globalen Finanzkrise -- vielfach vom Traum zum Albtraum geworden? Und wie sieht der Blick hinter die Kulissen dieser schönen neuen Arbeitswelt aus? Gemäß der Devise, dass ein altes und großes Thema wie 'Arbeit' niemals unaktuell sein kann, ja dass es im Gegenteil zurzeit wohl für viele wichtiger ist denn je, setzten sich die Autorinnen und Autoren dieser Ausgabe mit einigen sich aufdrängenden Fragen auseinander. » zur aktuellen ausgabe ...
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